NeverShoutNever + The Maine im Gruenspan Hamburg (Part 2)

16. März 2011

Ähnlich phantastisch wie zuvor NeverShoutNever, zeigen nun nach einigen Minuten Umbau The Maine ihr Können im Gruenspan. Die jungen Arizoner werden schon mit lautem Gekreische empfangen. Doch es wird deutlich, nicht alle sind für NSN und The Maine gekommen. Ein Teil des Wolfsrudels ist bereits nach oben gegangen. Es geht zwar phantastisch weiter, aber nicht mehr so niedlich. Jetzt wird’s rockig und härter – keine Verwandlung scheint den weiteren Abend zu drängen, sondern die Flucht in Träume, auf den Mars oder in die Welt des Alkohol- und Drogenkonsums. So beginnen The Maine also mit „My Heroine“ ihr erstes Konzert in Hamburg. Frontmann John O’Callaghan atmet noch einmal tief durch bevor es losgeht und selbst im Song muss er wohl noch etwas Kraft tanken. Ganz anders der kleine quirlige Bassist Garrett Nickelsen. Der scheint jetzt schon Aufputschmittel geschluckt zu haben.

Und weiter geht’s….

In eins geht es weiter mit „The Right Girl“. Der Zeitdruck überschattet eben doch den ganzen Abend. Da hilft es auch nicht, dass aus dem aggressiv weißen Licht nun mystisch grünes wird. Die Stimmung bleibt aufgeladen und temporeich. Textsicher und bewegungsfreudig geht die Menge mit. Ein paar übereifrige versuchen zu moschen, werden von der Security aber auch schnell wieder gebeten dies zu unterlassen. Egal. Das rhythmische Klatschen bei „Listen To Your Heart“ klappt super und hält die Stimmung im Takt.

… etwas Zeit zum Reden muss doch sein…

Ganz anders als zuvor Christofer Drew ist Sänger John gar nicht schweigsam, sondern hat zu jeden Song eine kurze Story zu erzählen oder fordert die Menge zu etwas auf: wie zum Beispiel vor „Into Your Arms“, bei dem alle doch mal dem Nachbarn einen Kuss geben sollen – was ein paar auch machen, andere antworten lieber, in dem sie Herzen mit ihren Händen formen und die Arme Richtung Bühne strecken. Seine Ansagen nutzt er gleich mit zum Biertrinken. Er hat schließlich irische Wurzeln, da gehört das dazu. Aber ganz so viel Zeit bleibt zum Quatschen und Trinken dann doch nicht, weshalb „I Must Be Dreaming“ und „Girls Do What They Want“ ohne Pause durchgespielt werden. Einen Fan kurz auf die Bühne kommen zu lassen, um einige Zeilen zu singen, ist im Zeitplan aber vorgesehen, was Alina aus München wohl freut.

… aber wir sind zum Rocken hier!

Dann werden die Ansagen zwischen „Inside Of You“, „Fuel To The Fire“ und “Whoever She Is“ immer kürzer, nur einmal wird es nochmal phantastischer: Alle sollen sich vorstellen, sie seinen auf dem Mars, passend dazu wird’s dunkel – nur etwas blaues Licht scheint noch – dann geht’s wieder richtig zur Sache und die Gitarren dröhnen. Auf einem Konzert soll ja gerockt werden! Und das nehmen die Jungs aus Phoenix, Arizona definitiv ernst. Neben harten Gitarrenparts, geben sie auch ein Bass- sowie ein Drumsolo zum Besten und wenn dann John als dritter Gitarrist bei Kennedy Brock und Jared Monaco einsteigt, bleibt kein Fuß mehr still: Die Menge springt und tobt. Trotz der guten Stimmung folgt aber schon ein kurzer Dank ans Publikum, das Versprechen wieder zukommen und The Maine spielen ihren letzten Song “We’ll All Be”. Der Zeitdruck ist wieder spürbar: Noch bevor Zugabe-Rufe kommen können, ist das Playback schon zu hören und das Licht geht an. Zu Ende geht ein Konzert ohne jegliche Zugabe. Sei es nun dem knappen Zeitplan geschuldet, wer weiß. Ungewöhnlich ist es jedenfalls!

[Part 1]

Eine Antwort zu „NeverShoutNever + The Maine im Gruenspan Hamburg (Part 2)“


  1. [...] [Part 2] Verfasst von tontraegerin Abgelegt in Konzertkritik Getaggt mit: Christofer Drew, Gruenspan, Hamburg, Konzertkritik, Live, Nevershoutnever, Nevershoutnever in Deutschland, Nevershoutnever in Germany Hinterlasse einen Kommentar » LikeSei der Erste, dem dieser post gefällt. [...]


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